Demografischer Wandel: "Alte Eisen" immer wichtiger

Der Bundesverband der Betriebskrankenkassen hat seinen jährlichen Gesundheitsreport veröffentlicht. Im Fokus des aktuellen Reports steht die „Generation 50 plus“, denn der demografische Wandel und seine Folgen stellen Unternehmen und Beschäftigte vor neue Herausforderungen.

Ältere Beschäftigte werden zu einer immer wichtigeren Ressource für deutsche Betriebe. Inzwischen gehört mehr als ein Drittel von ihnen zur „Generation 50 plus". Vor zehn Jahren waren es lediglich 20 Prozent. Das ergibt der "BKK Gesundheitsreport 2018", in den die Daten von mehr als 8,4 Millionen Erwerbstätigen eingeflossen sind.

Die Veränderung der gesellschaftlichen Strukturen infolge der demografischen Entwicklung hat Folgen für die Unternehmen: Während früher Betriebe ihre Beschäftigten jenseits der 50 schon fast als Vorruheständler behandelten, gelten sie mittlerweile als erfahrene Arbeitskräfte mit Entwicklungspotenzial. Zumal dann, wenn jugendliche „Nachrücker“ als Fachkräfte in einigen Branchen nahezu ganz fehlen. Es gibt inzwischen viele Betriebe, die „alte Eisen“ aus dem Ruhestand zurückrufen, um ihre Arbeitskraft und ihr Knowhow flexibel einzusetzen. Um die Arbeitsfähigkeit der älteren Beschäftigten möglichst lange zu erhalten, wollen und müssen die Personalverantwortlichen verstärkt altersgerechte Arbeitsplätze und -umfelder schaffen.

Dies gilt insbesondere für alle Fragen rund um die Gesundheit der älteren Beschäftigten. Laut BKK müssen diese zwar nicht häufiger krankgeschrieben werden als ihre jüngeren Kolleginnen und Kollegen, aber wenn sie einmal ausfallen, dann oft für längere Zeit. Der Grund: Sie sind häufiger von langwierigen chronischen Leiden betroffen. Außerdem machen sich bei älteren Menschen zunehmend körperliche oder seelische Verschleißerscheinungen bemerkbar.

Generation 50 plus statt Fachkräftemangel

Angesichts der markanten Verschiebungen in der Altersstruktur der Betriebe und des sich weiter abzeichnenden Fachkräftemangels rät BKK-Vorstandschef Franz Knieps den Unternehmen, sich besser auf die „Generation 50 plus“ einzustellen. Für jede Branche seien hier entsprechende Konzepte nötig: „Arbeit muss altersgerecht gestaltet und größerer Wert auf Prävention und betriebliche Gesundheitsförderung gelegt werden.“ Während viele große Konzerne auf diesem Feld bereits sehr aktiv seien, sollten nun auch mittelständische und kleine Unternehmen stärker nachziehen. Um ältere Kollegen und Kolleginnen möglichst lange gesund im Betrieb zu halten, so Knieps, seien eine betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) und ein systematisches betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) zwingend erforderlich. Alle nationalen Studien und internationalen Vergleiche hätten gezeigt, dass sich Investitionen in diese beiden Elemente der Mitarbeiterbetreuung lohnen und eine messbare Rendite bringen.

Der BKK Gesundheitsreport 2018 "Alter und Gesundheit Generation 50+" kann kostenlos beim BKK Dachverband heruntergeladen werden.

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