Wanderung von Führungskräften - unfallversichert?

Wanderungen von Ressortleitern eines Unternehmens stehen nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, auch wenn bei der Wanderung betriebliche Themen besprochen werden.

In dem Sachverhalt ging es um eine Ressortleiterin eines Unternehmens im Bereich der Telekommunikation. Sie nahm an einem zweitägigen auswärtigen Treffen mit anderen Ressortleitern des Unternehmens als Best-Practice-Austausch teil. Das Treffen sah auch eine Wanderung auf einen Berg vor. Hierbei rutschte sie aus und verletzte sich.

Die gesetzliche Unfallversicherung lehnte die Anerkennung des Unfalls als Versicherungsfall ab. Das Landessozialgericht Baden-Württemberg gab dem zuständigen Unfallversicherungsträger recht. Das Landessozialgericht Baden-Württemberg führte dazu in seinem Urteil aus, dass zum Zeitpunkt des Unfallereignisses keine objektiv bestehende arbeitsvertragliche Pflicht erfüllt wurde. Eine Bergwanderung gehöre nicht zu dem allgemeinen Tätigkeitsbild einer Ressortleiterin mit Aufgaben im Bereich Personalführung und Telekommunikation. Die beruflichen Gespräche während der Wanderung würden keinen ausreichenden beruflichen Bezug herstellen. Auch eine betriebliche Gemeinschaftsveranstaltung, die einen Leistungsanspruch rechtfertigen könnte, lag nach Auffassung des Landessozialgerichts Baden-Württemberg nicht vor. Denn es waren weder sämtliche Mitarbeiter des Unternehmens noch diejenigen einer organisatorischen Einheit hierzu eingeladen worden. Angesprochen wurden nur die jeweiligen Ressortleiter, was keine betriebliche Gemeinschaftsveranstaltung darstellt.

Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 15. November 2018 (Aktenzeichen L 6 U 441/18)

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